iSFP: Wie der Sanierungsfahrplan 5 Prozent Extra-Förderung bringt

Energieberatung 6 Min. Lesezeit Yannik Semmler 1. Juli 2026

Ein einziges Dokument kann Ihre Sanierungsförderung spürbar erhöhen: der individuelle Sanierungsfahrplan, kurz iSFP. Er bringt nicht nur 5 Prozentpunkte mehr Zuschuss auf einzelne Maßnahmen, sondern verdoppelt zugleich die förderfähige Kostenbasis. Wir erklären, wie der iSFP-Bonus funktioniert und für wen er sich lohnt.

Was ist der iSFP

Der individuelle Sanierungsfahrplan ist ein von einem Energieberater erstelltes Dokument, das Ihr Gebäude analysiert und einen sinnvollen, aufeinander abgestimmten Weg zur energetischen Modernisierung aufzeigt. Statt planlos einzelne Maßnahmen umzusetzen, erhalten Sie eine klare Reihenfolge: Was zuerst, was später, und wie alles zusammenpasst.

Der iSFP ist 15 Jahre gültig und lässt sich Schritt für Schritt umsetzen. Sie müssen also nicht alles auf einmal sanieren, sondern können die Maßnahmen über Jahre verteilen.

So funktioniert der 5-Prozent-Bonus

Der finanzielle Kern: Setzen Sie eine über die BAFA geförderte Einzelmaßnahme gemäß den Empfehlungen Ihres iSFP um, erhalten Sie einen iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten zusätzlich.

  • Ohne iSFP: 15 Prozent Förderung auf Einzelmaßnahmen wie Dämmung oder Fenster.
  • Mit iSFP: 15 Prozent plus 5 Prozent Bonus, also insgesamt 20 Prozent.

Bei größeren Sanierungssummen macht dieser Unterschied schnell mehrere tausend Euro aus.

Der verdoppelte Effekt auf die Förderbasis

Der Bonus erhöht aber nicht nur den Prozentsatz. Mit einem iSFP steigt auch die Grenze der förderfähigen Kosten je Wohneinheit deutlich an:

  • Ohne iSFP: förderfähige Kosten bis 30.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr.
  • Mit iSFP: förderfähige Kosten bis 60.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr.

Doppelter Hebel: Höherer Fördersatz und höhere Kostenbasis zugleich. Genau deshalb ist der iSFP für viele Eigentümer die wirtschaftlich klügste Grundlage einer Sanierung.

Auch der iSFP selbst wird gefördert

Die Erstellung des Sanierungsfahrplans ist nicht umsonst, wird aber bezuschusst. Die BAFA übernimmt 50 Prozent der förderfähigen Beratungskosten:

  • bis zu 650 Euro Zuschuss bei Ein- und Zweifamilienhäusern,
  • bis zu 850 Euro Zuschuss bei Mehrfamilienhäusern.

Unterm Strich ist der iSFP für Sie damit eine vergleichsweise kleine Investition, die sich über die höhere Förderung der eigentlichen Maßnahmen schnell auszahlt.

Für wen sich der iSFP lohnt

Besonders sinnvoll ist der Sanierungsfahrplan, wenn Sie:

  • ein älteres Gebäude über mehrere Jahre energetisch modernisieren möchten,
  • mehrere Maßnahmen planen und die Reihenfolge optimieren wollen,
  • die maximale Förderung ausschöpfen möchten.

Wie der iSFP bei uns abläuft und was er konkret beinhaltet, lesen Sie auf unserer Seite zum Sanierungsfahrplan. Einen Gesamtüberblick über alle Programme gibt unser Beitrag zur KfW- und BAFA-Förderung 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der iSFP bringt 5 Prozentpunkte mehr Förderung auf BAFA-Einzelmaßnahmen.
  • Zugleich verdoppelt sich die förderfähige Kostenbasis je Wohneinheit.
  • Der Fahrplan selbst wird zu 50 Prozent gefördert und ist 15 Jahre gültig.

Häufige Fragen zum iSFP

Nein. Der iSFP ist eine Empfehlung, keine Verpflichtung. Sie entscheiden selbst, welche Maßnahmen Sie wann umsetzen. Den 5-Prozent-Bonus erhalten Sie für die Maßnahmen, die Sie gemäß Fahrplan realisieren.

Der individuelle Sanierungsfahrplan ist 15 Jahre gültig. In diesem Zeitraum können Sie die empfohlenen Maßnahmen schrittweise umsetzen und jeweils vom iSFP-Bonus profitieren.

Oft schon. Da der Fahrplan selbst zu 50 Prozent gefördert wird und der Bonus die Förderung der Maßnahme erhöht, rechnet sich der iSFP häufig bereits ab der ersten größeren Sanierung. Wir rechnen das für Ihren Fall durch.

Den iSFP dürfen nur zugelassene Energieberater erstellen. Wir verbinden die Beratung mit unserer baurechtlichen und bauphysikalischen Kompetenz, sodass Sie alles aus einer Hand erhalten.

Der iSFP-Bonus bezieht sich auf die über die BAFA geförderten Einzelmaßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik. Der Heizungstausch wird separat über die KfW gefördert. Beides lässt sich in einer Gesamtstrategie sinnvoll verbinden.

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